Geschichten, die bewegen – und was dahinter steckt
- majabuetikofer

- vor 7 Tagen
- 1 Min. Lesezeit

In meiner Arbeit erlebe ich oft, wie belastende Gedanken und Gefühle viel Raum einnehmen können.
Manchmal so stark, dass sie bestimmen, wie wir uns fühlen, denken und handeln.
Dabei entsteht leicht der Eindruck, ihnen ausgeliefert zu sein.
Doch auch wenn wir nicht wählen können, was in uns auftaucht, haben wir Einfluss darauf, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten.
Diese Geschichte bringt genau das auf den Punkt.
Teil: 4. Zwei Wölfe – Was wir in uns stärken
Ein alter Mann sass mit seinem Enkel am Feuer. Es war still, nur das Knistern der Flammen war zu hören.
Nach einer Weile sagte der alte Mann:
„In jedem von uns tobt ein Kampf. Ein Kampf zwischen zwei Wölfen.“
Der Junge sah ihn neugierig an.
„Der eine Wolf steht für Angst, Wut, Neid, Zweifel und Schmerz.
Der andere für Ruhe, Vertrauen, Hoffnung, Liebe und Mitgefühl.“
Der Enkel dachte einen Moment nach und fragte dann:
„Und welcher Wolf gewinnt?“
Der alte Mann lächelte leicht und antwortete:
„Der, den du fütterst.“
Was dahinter steckt
In meiner Arbeit begegnen mir immer wieder Gedanken und Gefühlen, die sehr belastend sein können.
Oft entsteht das Gefühl, ihnen ausgeliefert zu sein.
Doch auch wenn wir nicht immer wählen können, was in uns auftaucht, haben wir Einfluss darauf, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten.
Wohin richte ich meinen Blick?
Was gebe ich Raum?
Welche Gedanken verstärke ich – bewusst oder unbewusst?
Und welche lasse ich ziehen, ohne ihnen zusätzliche Bedeutung zu geben?
Veränderung beginnt nicht damit, dass alles verschwindet. Sondern damit, dass wir lernen, anders damit umzugehen.
Schritt für Schritt.
Und manchmal beginnt es genau hier: bei dem, was wir nähren.
Inspiriert von einer alten Erzählung
Kommentare