Geschichten, die bewegen – und was dahinter steckt (Geschichte 1)
- majabuetikofer

- 4. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 21. Apr.
In meiner Arbeit begegne ich immer wieder Momenten, die berühren und zum Nachdenken anregen.
Manche davon finden sich in diesen Geschichten wieder – Impulse zu Themen wie Selbstwert, Veränderung und innerem Erleben.
Sie laden ein, innezuhalten, nachzuspüren und vielleicht einen eigenen Gedanken mitzunehmen.

Einer nach dem anderen
Ein Mensch ging am Abend einen stillen Strand entlang. Die Sonne stand tief, das Meer zog sich langsam zurück, und das Rauschen der Wellen lag in der Luft.
In der Ferne sah er jemanden.
Als er näher kam, bemerkte er: Da war ein Mann, der sich immer wieder bückte, etwas aufhob – und es ins Meer zurückwarf.
Neugierig ging er auf ihn zu.
Jetzt erkannte er, was geschah:
Der Mann hob Seesterne auf, die von der Ebbe an den Strand gespült worden waren – einen nach dem anderen – und warf sie zurück ins Wasser.
„Guten Abend“, sagte er. „Darf ich fragen, was Sie da tun?“
Der Mann lächelte leicht. „Ich bringe die Seesterne zurück ins Meer. Wenn sie hier liegen bleiben, sterben sie.“
Der Spaziergänger schaute sich um. Der ganze Strand war voller Seesterne.
„Aber es sind so viele“, sagte er. „Tausende. Sie können unmöglich alle retten. Was Sie tun, macht doch kaum einen Unterschied.“
Der Mann hob einen weiteren Seestern auf, hielt ihn einen Moment in der Hand – und warf ihn zurück in die Wellen.
Dann sah er auf und sagte ruhig:
„Für diesen hier macht es einen Unterschied.“
Was dahinter steckt
Diese Geschichte begegnet mir immer wieder in meiner Arbeit.
Gerade dann, wenn sich alles zu viel anfühlt. Wenn Probleme gross erscheinen. Wenn der Eindruck entsteht, dass sich sowieso nichts verändern lässt.
Und genau hier liegt etwas Entscheidendes:
Oft sind es keine grossen Lösungen, die den Unterschied machen.
Sondern kleine Schritte.
Ein Gespräch, in dem sich jemand zum ersten Mal verstanden fühlt.
Ein Moment, in dem etwas klarer wird.
Ein kleiner Schritt zurück in Richtung Stabilität.
Von aussen wirkt das vielleicht unscheinbar. Fast zu wenig.
Aber für den einzelnen Menschen kann genau das entscheidend sein.
Vielleicht geht es nicht darum, alles auf einmal zu verändern.
Sondern darum, da zu sein.
Mitzugehen.
Und Schritt für Schritt einen Unterschied zu machen.
Einer nach dem anderen.
Genau so beginnt Veränderung.
Inspiriert von einer bekannten Geschichte (u. a. Jack Canfield & Mark V. Hansen)
📘Und manchmal geht es nicht nur darum, was wir tun. Sondern auch darum, was wir mit uns weitertragen.
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