📖 "Zwei Mönche"- Geschichten, die bewegen – und was dahinter steckt
- majabuetikofer

- 19. Apr.
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 16. Mai
In meiner Arbeit erlebe ich oft, wie Menschen Dinge mit sich tragen, die längst vergangen sind.
Nicht die Situation selbst wirkt nach – sondern das, was innerlich festgehalten wird.
Diese Geschichte erzählt genau davon.

💥Zwei Mönche
Teil 2 der Reihe "Geschichten, die bewegen"
Zwei Mönche waren gemeinsam unterwegs.
Sie kamen an einen Fluss. Dort stand eine junge Frau, die nicht wusste, wie sie hinüberkommen sollte.
Einer der Mönche hob sie auf den Rücken, trug sie durch das Wasser und setzte sie auf der anderen Seite wieder ab.
Dann gingen die beiden weiter.
Lange sagte keiner etwas.
Schliesslich meinte der andere Mönch:
„Es ist uns doch nicht erlaubt, eine Frau zu berühren. Wie konntest du das tun?“
Der erste Mönch antwortete ruhig: „Ich habe die Frau am Fluss abgesetzt. Warum trägst du sie immer noch mit dir?“
Was dahinter steckt
Oft tragen wir Gedanken, Vorwürfe oder alte Situationen länger mit uns, als sie eigentlich Raum brauchen.
Etwas ist längst vorbei –und wirkt innerlich trotzdem weiter.
Vielleicht geht es nicht immer darum, alles festzuhalten oder zu verstehen.
Sondern darum, manches bewusst loszulassen.
Inspiriert von einer Zen-Erzählung


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