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3. Katzenweisheiten, „die Pfote in Reichweite“

Aktualisiert: 3. Jan.

Katze mit Seil

Manchmal kommt die Katze zu mir, aber nicht ganz.

Sie setzt sich nicht auf meinen Schoß.

Sie presst sich nicht an mich.

Sie fordert nichts ein.


Sie legt einfach eine Pfote in meine Nähe.

Nicht auf mich. Nur nah genug, dass ich sie bemerke.

Es ist kein „Nimm mich bitte wahr“ und kein „Bitte mach etwas“.


Es ist:

„Ich bin da. Wenn du möchtest, berührst du mich.

Und wenn nicht, bin ich trotzdem da.“


Eine Einladung, kein Drängen.


Katzenpfote

Kontakt, ohne Druck.

Nähe, ohne Anspruch.


Und ich merke:

Diese kleine Geste entspannt den Raum - und mich.


Niemand muss etwas leisten.

Niemand muss „richtig“ reagieren.

Es gibt keine Erwartung, nur Möglichkeit.


Was wir Menschen oft tun


Wir gehen in Beziehungen oft in Extreme:

  • zu nah (ich brauche dich, sonst falle ich)

  • zu weit (ich brauche niemanden)

Beides sind Schutzstrategien.

Beides macht eng.

Wir verlernen, Nähe ohne Forderung zu leben


Was die Katze zeigt

Kontakt muss nicht groß sein.

Er muss nur frei sein.


Eine Hand, die neben einer Pfote ruht.

Ein geteilter Atemzug im selben Raum.

Keine Worte.

Keine Erklärungen.

Nur Anwesenheit.


Das ist Ko-Regulation in ihrer einfachsten Form.

Eine kleine Praxis für heute


Wenn du heute jemandem begegnest, der dir wichtig ist:


  • Mach eine kurze Pause, bevor du reagierst.

  • Spür deine Füße am Boden.

  • Lass den anderen wissen: „Ich bin da.“

    – ob mit einem ruhigen Blick oder einfach durch dein Dasein.

Mehr braucht es nicht.


Nähe entsteht nicht durch Menge.

Sie entsteht durch Erlaubnis.

Eine Pfote in Reichweite erinnert daran: Verbindung entsteht nicht durch Druck, sondern durch Präsenz.

So lehrt uns die Katze stille Nähe.


darum, warum wir – wie sie – manchmal die Krallen wetzen.

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